Sie sind mit einer Pfändung/Abtretung konfrontiert?

Die Pensionsbeträge können bis zu einem gewissen Umfang für eine Pfändung oder Abtretung in Betracht kommen.

Die Grenzbeträge für das Jahr 2019 sind wie folgt festgelegt:

Nettohöchstbeträge für das Jahr 2019 Anteile die für Pfändung oder Abtretung in Betracht kommen
Anteil der Pensionen
unter oder gleich an € 1 128,00
€ 0,00
Anteil der Pensionen
zwischen € 1 128,01 und € 1 212,00
20 % (= max. € 16,80)
Anteil der Pensionen
zwischen € 1 212,01 und € 1 462,00
40 % (= max. € 100,00)
Anteil der Pensionen
über € 1 462,00
Nettobedrag über € 1 462,00

Falls es eine oder mehrere Kinder zu Lasten gibt, werden die oben genannten Beträge um € 70,00 pro Kind erhöht.

Grundsätzlich kommt der Gesamtbetrag der Pensionen, Renten, Gehälter, ... für die Bestimmung der Pfändung oder Abtretung in Betracht.

Die oben genannten Beträge sind nicht an die Entwicklung des Index gekoppelt und werden jährlich festgelegt.

Königlicher Erlass vom 16/12/2018 zur Ausführung von Artikel 1409 Absatz 2 des Gerichtsgesetzbuches

Ausnahme im Falle der Unterhaltspflicht

Im Falle der Unterhaltspflicht (z.B. bei einer Scheidung) gelten diese Grenzen nicht In diesem Fall kann der Gesamtbetrag für Pfändungen oder Abtretungen in Betracht kommen.